Pierrre Bocion - The State of Art

Der Kunstsommer 2008.

StillebenII, Oel auf Holz, 2000

Patti Smith, die legendäre amerikanische Rocksängerin und Kunstschaffende in einem Interview mit der NZZ, Nr. 136, Seite 67: "Der Kunstmarkt hat mich nie sonderlich angezogen. Und ich glaube nicht, dass der Boom viel mit Kunst zu tun hat. Es geht um Verschiebungen in der Stratosphäre des Wirtschaftssystems. Es gibt ein neue junge, nach oben strebende Klasse, die Geld zum verschwenden hat.

Auch im New Yorker Musikklub CBGB´s haben wir damals in den siebziger Jahren nicht an Reichtum gedacht. Es ging uns um ein musikalisches Statement. Ich glaube, wir leben in einer Ära, in der sich künstlerisches Schaffen vor allem an der Nachfrage und an konkreten Aufträgen orientiert. Es wird Kunst für die Inneneinrichtung einer Bank in Auftrag gegeben oder für die Verschönerung eines Parks.

Es gibt heute einfach zu wenig Künstler die von einer Idee getrieben werden, die eine Berufung haben. Ich vermisse jedenfalls oft den geistigen Gehalt. Gehalt gibt es in der Kunst nur, wenn Künstler etwas Großes erreichen und etwas Neues sagen wollen - es genügt nicht, dass sie etwas Lustiges basteln. Ich habe das Interesse an der Gegenwartskunst schon in den achtziger Jahren verloren.

Als junge Frau war ich sehr unruhig, ich hatte viel Elan. Schreiben alleine entsprach mir nicht. Also begann ich, meine Gedichte vorzutragen. Aber selbst dabei, fühlte ich mich eingeschränkt. Deshalb begann ich dann Verse zu singen. Und das hat mich auf den Rock´n´ Roll gebracht."


PS. Kulturzentrum Sigristenkeller, Bülach: Mittwoch, 20. August 2008. 19.30 Uhr. Vernissage der Ausstellung von Bocion&Luck (Wangen am See und Zürich). Computerbilder, (Urban Abstractions) und Bilder, Öl auf Holz (abstrakte Transformation).

Pierre Bocion