Die Microwelt im unsichtbaren Bereich nimmt der Mensch abstrakt, nicht real, gegenständlich war. Wie beim Höhlenexperiment von Platon mit gefesselten Menschen, die eine Felsenwand wahrnehmen, eine Wahrnehmung die nichts mit der tatsächlichen Welt des Menschen zu tun hat, wird dem naturwissenschaftlich ausgebildeten oder interessierten Zeitgenossen, die Microwelt zum Beispiel einer Zelle mit modernsten Technologien erschlossen. Die Sicht in die Tiefe der organischen und anorganischen Strukturen eröffnet auch dem Künstler neue Gestaltungs- und Darstellungsfelder.
Ein Interview von Frau Prof. Dr. Silvia Arber vom Friedrich Mischer Institut, Basel in der NZZ im Sommer 2007, regte mich an, mich wieder für die Neuronen zu interessieren. Das war der Startschuss Ende Juli 2007 für ein neues Kunstprojekt: "Abstrakte Micro Art".
Die ersten 10 Arbeiten mit Farbstift auf Papier, 21x30cm, sind seit dem
17. September 2007, in meine Website hineingestellt. Die Aufteilung der Fläche, die Linienführung und die Farbgestaltung eröffnen einen mannigfaltigen Arbeitsbereich. Der erfundene Rhythmus der Linien gibt dem Werk eine seh- und spürbare Handschrift. Neuronen sind ein zentrales, wichtiges Funktionszentrum in der tierischen und menschlichen Zelle. Das ist in der "Abstrakten Micro Art" aus meiner Sicht als künstlerischer Effekt wahrnehmbar - eine Schönheit aus dem Innersten des Lebens.